Intravitreale Injektionen

– Haben Sie keine Angst vor diesem Eingriff.

Der Begriff intravitreal (von lateinisch intra = hinein, innen und vitrum = Glas bzw. Glaskörper) bedeutet „in den Glaskörper hinein“. Darunter ist die direkte Verabreichung eines Medikaments in den Glaskörper des Auges zu verstehen.

Die Spritzen werden ambulant nach einer Betäubung mit speziellen Augentropfen durchgeführt und sind kaum spürbar. Am Tag der Injektion ist nicht selten eine leichte Augenreizung mit Tränenfluss und Kratzempfindung zu erwarten, welche sich aber innerhalb 24 Stunden auflöst. Das Infektionsrisiko ist dabei sehr gering.

Spritzen ins Auge – eine bewährte Therapiemethode

Die intravitrealen Injektionen werden sehr häufig durchgeführt, weil sie inzwischen zu einem bewährten Mittel gegen spezifische Netzhauterkrankungen geworden sind. Dank dieser Behandlungsmethode können heute viele Krankheitsbilder erfolgreich behandelt werden, für die es vor einigen Jahren noch keine vielversprechenden Ansätze gab. Zumeist müssen die Injektionen in regelmässigen Abständen über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

Die Spritze ins Auge hilft wirksam im Fall des diabetischen Makulaödems (DMÖ), Venenthrombosen sowie bei der «feuchten» Form der altersbedingten Makuladegeneration.

Die IVOM-Therapie steht für die «intravitreale operative Medikamenteneingabe» und ist ein alternativer Begriff für diese Behandlung. Sie findet unter sterilen Bedingungen statt und erfolgt bei uns wohnortsnah im Augenzentrum.

Sanfte Behandlung – intravitreale Injektion nahezu schmerzfrei

Dr. Jesse achtet darauf, dass der Eingriff sehr feinfühlig und möglichst schmerzfrei durchgeführt wird. Den Einstich nehmen die meisten Patientinnen und Patienten als ein leichtes Piksen wahr. Oft wird nur ein kurzes Druckgefühl empfunden oder ist aufgrund der fachgerechten Betäubung gar nicht feststellbar.
Nach der Verabreichung von Augentropfen zur Betäubung und Desinfektion wird ein Lidhalter eingesetzt, welcher die anschliessende sichere Medikamentenverabreichung erleichtert. Anschliessend wird die Sehkraft überprüft und der Lidhalter entfernt. Ein Augenverband ist nach diesem Kurzeingriff nicht nötig.

Zu den bekanntesten Präparaten dieser schnell wachsenden Medikamentengruppe für intravitreale Injektionen zählen unter anderem

  • Eylea
  • Lucentis
  • Vabysmo

Sie verhindern das unkontrollierte Wachstum von neuen, krankhaften Blutgefässen und dichten bereits entstandene krankhafte Gefässe ab und führen so zu einer Abnahme der Makulaschwellung. Dadurch verbessern sie nachweislich die Sehkraft und helfen entscheidend bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD), diabetischem Makulaödem (DMÖ) oder Venenverschlüssen.